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Babyzeichensprache

Babyzeichensprache

Hunger? Müde? Windel voll? Die Zwergensprache gibt Babys die Möglichkeit zu zeigen was sie wollen.

Gut fürs Selbstvertrauen

Entwickelt wurde die Zeichensprache für Babys, nachdem man festgestellt hatte, dass Kinder von gehörlosen Eltern schneller sprechen lernten. Durch das Benutzen von Zeichen lernten sie leichter, den Dingen und Handlungen Worte zuzuordnen. Eine Studie des US-amerikanischen National Institute of Health zeigte sogar, dass Kinder, die bereits als Baby die Zeichensprache erlernten, einen höheren Intelligenzquotienten hatten als andere Kinder, die keine Zeichensprache verwendeten.

Dennoch gibt es viele Eltern, die skeptisch sind. „Dass mein Kind müde ist, sehe ich doch daran, dass es sich die Augen reibt. Wozu die Zeichen?“ Eltern können mit dem Zeichen für Schlafen zum Beispiel die Bettgehzeit ankündigen. Besonders hilfreich sind die Zeichen auch, wenn das Baby oder Kleinkind beim Arzt zeigen kann, wo es ihm wehtut oder sich in mehrsprachigen Umgebungen zurechtfinden soll.

Die stärksten Bedenken der Eltern: Könnte es nicht sein, dass mein Kind erst viel später sprechen lernt, wenn es sich auch mit den Zeichen gut „unterhalten“ kann? Dafür gibt es keinerlei Anhaltspunkte – einschlägige amerikanische Studien beweisen das Gegenteil. Die Kinder lernen nicht nur schneller sprechen, sondern sind auch früher in der Lage, komplexere Sätze zu formen. Ihr Selbstvertrauen und -bewusstsein wird gefördert, sie nehmen aktiver am alltäglichen Leben teil.


Und schließlich die Gegenfrage: Warum gestikulieren wir Erwachsene, wenn wir uns unterhalten? Neueste Studien, zum Beispiel von der Psychologin Susan Goldin-Meadow von der Universität Chicago, haben gezeigt, dass wir uns auf diese Weise schneller an Worte erinnern, denn die Gesten aktivieren die entsprechenden Sprachareale im Hirn.

Einziger Wermutstropfen: Die Babyzeichensprache in den USA, Großbritannien und Deutschland basiert auf der jeweils landestypischen Gebärdensprache und unterscheidet sich daher teilweise erheblich. Doch das dürfte den meisten Kindern ziemlich egal sein. Denn wie gesagt: Erlaubt ist, was funktioniert.

Profilbild von Anette

Schön, dass Suse, Autorin für beQueen, das Thema als eine der ersten entdeckt hat *freu*

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