Barbara Becker: „Ich möchte dazu beitragen, Tetanus bei Neugeborenen bis 2012 zu besiegen!“
Barbara Becker, Botschafterin der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ von Pampers für UNICEF, hat eine besondere Grußkarte mit der Botschaft der Aktion gegen Tetanus bei Neugeborenen gestaltet. Im Interview erzählt sie von ihrem leidenschaftlichen Engagement, ihrer Reise nach Angola und wie sie die Grußkarte gemeinsam mit ihrem Sohn Elias (10) entworfen hat.
Barbara Becker, Sie haben eine UNICEF-Grußkarte mit der Botschaft der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ gestaltet. Was möchten Sie mit der Karte ausdrücken?
Als Botschafterin der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ von Pampers für UNICEF engagiere ich mich im Kampf gegen Tetanus bei Neugeborenen. Während meiner Tätigkeit ist mir immer mehr bewusst geworden, dass viele meiner Freunde und auch meine Söhne die Krankheit gar nicht mehr kennen. Denn hier in der westlichen Welt stellt Tetanus mittlerweile keine Gefahr mehr dar, weil es seit über 80 Jahren einen Impfschutz dagegen gibt. Die meisten Menschen wissen nicht, dass in Entwicklungsländern immer noch 128.000 Neugeborene und mehrere tausend Mütter pro Jahr qualvoll an Tetanus sterben. Diese schreckliche Tatsache möchte ich den Menschen wieder ins Gedächtnis rufen und sie auf das Problem aufmerksam machen.
Worum geht es bei der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ und wie funktioniert sie?
Alle vier Minuten stirbt auf der Welt ein Neugeborenes an Tetanus. Dabei kann eine Impfung lebensrettend sein. Bei der gemeinsamen Kampagne von Pampers und UNICEF wird im Zeitraum Oktober bis Dezember 2009 pro verkaufter Packung Pampers eine lebensrettende Impfdosis gegen Tetanus gespendet. Ich bin froh und stolz, diese Kampagne unterstützen zu können und so einen Beitrag zur Bekämpfung dieser grausamen Krankheit zu leisten.
Wie haben Sie die UNICEF-Karte gestaltet und was hat Sie dabei inspiriert?
Ich habe die UNICEF-Grußkarte gemeinsam mit meinem jüngeren Sohn Elias bei uns zu Hause in Miami gestaltet, weil er riesigen Spaß an allem hat, was mit Farben und Malen zu tun hat. Er war mit großem Eifer dabei, hat seine Hände in die Farbtöpfe getunkt und mit Begeisterung gemeinsam mit mir Handabdrücke in allen möglichen Farben fabriziert. Das Herzstück der Karte ist der farbige Handabdruck. Der Kreis um die Hand soll die Welt widerspiegeln. Ich möchte damit verdeutlichen, dass wir uns einander die Hände reichen müssen, denn Mütter auf der ganzen Welt haben dieselben Wünsche und Hoffnungen für ihre Kinder. Sie wollen ihnen einen gesunden Start ins Leben ermöglichen!
Als Botschafterin der Aktion von Pampers für UNICEF waren Sie kürzlich in Angola. Inwiefern haben Sie Erinnerungen und Begegnungen Ihrer Reise nach Angola in die Gestaltung der Karte eingebracht?
Natürlich geht es in einem Land wie Angola für eine große Mehrheit der Bevölkerung in erster Linie um das nackte Überleben. Die unglaubliche Armut und die schwierige hygienische und medizinische Situation tragen dazu bei, dass sich Krankheiten wie Tetanus ausbreiten können. Aber die Menschen vergessen darüber nicht das eigentliche Leben und freuen sich über die kleinen Dinge. In den bunten Farben der Karte spiegelt sich die Herzlichkeit und Begeisterung der Menschen wider, die ich in Angola getroffen habe. Für mich persönlich war es besonders wichtig, den Menschen dort mit einer konkreten Botschaft und einem konkreten Ziel zu begegnen. Unsere gemeinsame Botschaft ist, dass wir Tetanus bei Neugeborenen bis 2012 besiegen wollen.
Sind Ihre Kinder stolz darauf, dass Sie sich engagieren?
Ja, meine Kinder sind sehr stolz auf mich. Ich finde es gut, dass Noah und Elias an meinem Engagement teilhaben. Mein Einsatz als Botschafterin für die Aktion von Pampers für UNICEF und meine Reise nach Angola sind greifbar für meine Kinder und sie sehen, dass ich eine gute Sache unterstütze. Ich möchte ihnen nahe bringen, wie wichtig es ist, sich für andere einzusetzen. Durch die Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ ist es ganz einfach zu helfen. Mit dem Kauf einer Packung Pampers mit Aktionslogo kann jede Mutter und jeder Vater eine Impfdosis gegen Tetanus spenden.
Erklären Sie Ihren Kindern in diesem Zusammenhang, dass es ein anderes Leben gibt als das, was Sie gemeinsam mit Noah und Elias in Miami führen?
Ich habe meinen Kindern schon von klein auf erklärt, dass es vielen Menschen auf der Welt nicht so gut geht wie uns. Trotzdem haben diese Menschen eine große Lebensfreude und Leidenschaft. Ich habe meinen Söh¬nen natürlich von meinen Erlebnissen in Angola erzählt und habe ihnen Bilder gezeigt. Elias und Noah sind sich bewusst, dass die meisten Menschen hart für ihre Lebensumstände kämpfen müssen. Nächstenliebe und Verantwortung für andere zu übernehmen, sind grundlegende Eigenschaften, die ich meinen Kindern vermit¬teln möchte.
Ihre Kinder haben da auch von Ihnen gelernt, richtig?
Besonders Noah engagiert sich bereits. Ich finde es schön zu sehen, wie sich meine Kinder in unterschiedliche Situationen einfinden. Es ist mir sehr wichtig, dass meine Kinder zum Beispiel mit der Schule regelmäßig Sozialdienst leisten. Noah wäscht mit der Schule samstags das Geschirr im Obdachlosencenter oder teilt das Essen aus. Mittlerweile geht er sonntags oft freiwillig dorthin und hilft mit. Ich bin sehr stolz auf ihn.
Sie haben mit Elias gemeinsam die UNICEF-Grußkarte gestaltet. Woher hat Elias seine künstlerische Ader und fördern Sie diese Seite an ihm?
Ich selbst male gerne und designe Mode und Schmuck. Aber ich denke, dass Elias diese Seite hauptsächlich von meinem Vater hat. Elias macht das aus sich heraus und hat seine eigene Art, sich künstlerisch auszudrücken. Manchmal malt er den ganzen Tag alleine in seinem Zimmer oder lädt die Nachbarskinder ein, mitzumachen. Ich bin der Ansicht, dass man Kindern Zeit lassen muss, um herauszufinden, was ihnen Spaß macht. Meine beiden Kinder haben viele Talente. Besonders Elias begeistert sich für viele unterschiedliche Dinge und beschränkt sich nicht nur auf Sport und Kunst.
Elias hatte großen Spaß am kreativen Umgang mit Farben. Wie sieht es da bei Ihnen aus?
Ich bin keine professionelle Malerin, aber ich probiere gerne etwas Neues. Gerade seitdem ich mit Arne zusammen bin, weiß ich, was es bedeutet, professionell Kunst zu machen. Aber ich bin jemand, der sich gerne neu entdeckt und deshalb macht mir Malen viel Spaß. Ich habe die Gestaltung der UNICEF-Grußkarte richtig genossen. Ich bin mir sicher, dass die Botschaft der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ mit der UNICEF-Grußkarte ankommt. Es ist unser Ziel, Tetanus bei Neugeborenen bis 2012 zu besiegen. Gemeinsam können wir dieses Ziel erreichen!
Lesen Sie hier mehr über die Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“.
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