Stammzellen aus Babys Nabelschnurblut - die ultimative Rettung bei Krankheiten?
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» Was sind Stammzellen und wo werden sie eingesetzt?
» Wie werden die Stammzellen entnommen?
» Was unterscheidet Stammzellen aus dem Nabelschnurblut von denen aus dem Knochenmark?
» Kann jeder mit seinen eigenen Stammzellen therapiert werden?
» Fremdtransplantation, Vermehrung, Lagerung
» Was kostet die Aufbewahrung von Stammzellen aus Nabelschnurblut?
» Stammzellen aus dem Nabelschnurblut – die Therapie der Zukunft?
Sie scheinen überall zu sein. Glückliche Frauen lächeln mit kugeligem Bauch von Plakaten herab und vermitteln uns: Meinem Baby kann nichts passieren, denn ich lagere seine Stammzellen aus dem Nabelschnurblut ein. Und schon kommt es, mein schlechtes Gewissen, da ich das nicht getan habe. Nehme ich meinen Kindern dadurch einen Teil ihres Lebens weg? Was ist wirklich dran an den viel diskutierten und gelobten, aber auch umstrittenen Stammzellen aus dem Nabelschnurblut?
Was sind Stammzellen und wo werden sie eingesetzt?
Was sind denn Stammzellen?
Stammzellen kommen im Blut der Nabelschnur und im Knochenmark vor. Es handelt sich hierbei um sehr wandlungsfähige Zellen, sie können sich zum Beispiel zu Blutzellen, Nerven-, Muskel-, Leber-, Knochen- und Knorpelzellen umwandeln sowie zu Zellen, die die Blutgefäße auskleiden. An der Differenzierungsfähigkeit von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut wird derzeit intensiv geforscht.
Wozu werden Stammzellen eingesetzt?
Momentan besteht noch eine sehr beschränkte Anwendung. Die Forschung mit und an Stammzelle, egal welcher Herkunft, steht noch ganz am Anfang. Schwerpunkt der Stammzelltherapie ist momentan die Behandlung von Krebserkrankungen und Störungen der Blutbildung wie etwa Anämien.
Sie dienen dabei nicht der ursächlichen Bekämpfung der Erkrankung, sondern zum Wiederaufbau des Knochmarks nach Schädigung durch Chemo- oder Strahlentherapie. In Tierversuchen wurden sie zur Behandlung von Schlaganfällen, Leberschäden, Diabetes oder Lähmungserscheinungen erfolgreich eingesetzt.
Nabelschnurblut ist keine Garantie für ein langes, gesundes Leben und damit keine Art von Lebensversicherung! Über eine mögliche Therapie von Krankheiten wie Multiple Sklerose oder eine Gewebereparatur wird nach wie vor spekuliert.
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