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Interview mit Leonardo DiCaprio zum Film: Der Mann, der niemals lebte
(1 Bewertung)

Interview mit Leonardo DiCaprio zum Film: Der Mann, der niemals lebte

„Mit politischem Engagement macht man sich keine Freunde“

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Ab dem 19. November im Kino 

Mit dem Film „Titanic“ schaffte Leonardo DiCaprio vor elf Jahren den internationalen Durchbruch und wurde über Nacht zum Teeniestar – ein Label, das der gebürtige Amerikaner mit deutschen Wurzeln lange nicht loswerden sollte. Seit er aber in Martin Scorseses „The Departed – Unter Feinden“ und in Edward Zwicks „Blood Diamond“ anspruchsvolle und politisch provokative Rollen übernahm und diese äußerst erfolgreich umsetzte, gehört der heute 34-Jährige zu Hollywoods Oberliga. In seinem jüngsten Film „Body of Lies – Der Mann, der niemals lebte“ spielt er den CIA-Agenten Roger Ferris, der im Mittleren Osten stationiert ist, um eine Terroristengruppe zu bekämpfen. Zur Seite steht ihm dabei sein Vorgesetzter Ed Hoffman (Russell Crowe) in der CIA-Zentrale in Langley, Virginia, der ihm stündlich via Handy Anweisungen und Informationen weitergibt. Ferris merkt aber schnell, dass Hoffman bereit ist, ihn jederzeit dem Feind auszuliefern. Er kann niemandem mehr trauen. Ein hervorragend geschriebenes Katz-und-Maus-Spiel beginnt, das jeden, der sich für die heutige politische Situation interessiert, in seinen Bann ziehen wird. Mithilfe von Regisseur Ridley Scott läuft DiCaprio an der Seite von Crowe zur Höchstform auf. Crowe wiederum brilliert mit seiner Schrulligkeit und sorgt – trotz der ernsten Thematik – für manch einen Lacher.

Der Mann, der niemals lebte“: Von Regisseur Ridley Scott, mit Leonardo DiCaprio, Russell Crowe, u.a.

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Sarah Elena Schwerzmann hat Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio für beQueen in Paris zum Gespräch getroffen.

Leonardo DiCaprio, was für eine Erfahrung war es, in die Welt der Geheimagenten einzutauchen?
DiCaprio: Die Recherchen zu „Body of Lies“ waren sehr intensiv, aber auch äußerst spannend. Ich habe Berichte und Dokumente von ehemaligen CIA-Agenten gelesen und ihre Verhaltensweisen und Methodologien studiert. Das hat mir auch vor Augen geführt, wie unglaublich gefährlich der Job eines Agenten eigentlich ist. In Filmen scheint die Arbeit von Geheimdienstleuten oftmals überspitzt dargestellt. Aber nachdem ich diese Berichte gelesen hatte, war mir klar, dass man in diesem Job wirklich nur einen falschen Schritt tun muss, um umgebracht zu werden.

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Leonardo DiCaprio zählt zu den erfolgreichsten und bestbezahlten Schauspielern in Hollywood.  

Was hat Sie an der komplexen und schwer fassbaren Figur des Roger Ferris gereizt?
Ferris ist ein Agent, der sehr präzise und effizient arbeitet. Gleichzeitig hat er aber moralisch sehr hohe Ansprüche und das lässt sich oftmals nicht mit seinem Job vereinbaren. Besonders wenn ihn sein Vorgesetzter wieder einmal in eine unmögliche Situationen hineinmanövriert. Für seinen Boss zählen nur die Interessen Amerikas. Der sitzt aber in einem gemütlichen Sessel in Langley, Virginia.

Während Ferris an der Front jeden Tag sein Leben riskiert.
Genau. Viele Experten und Ex-CIA-Leute haben mir bestätigt, dass es sich im richtigen Leben auch so verhält. Oftmals kann man es sich in solchen Situation gar nicht leisten, ein Gewissen zu haben. Genau in diesem Dilemma findet sich Ferris immer wieder. Er sieht sich aufgrund des Drucks seines Vorgesetzten immer wieder gezwungen, mit den Traditionen des Mittleren Ostens zu brechen und er weiß genau, dass ihm das eines Tages zum Verhängnis werden kann. Das finde ich spannend.

Der Film behandelt ein sehr aktuelles Thema. Blicken Sie nach „Body of Lies“ im Krieg gegen den Terror durch?
Nein, im Gegenteil, was ich im Vorfeld dieses Filmes zum Thema gelernt habe, hat mich sehr verwirrt. Amerikas Rolle in diesem Krieg ist sehr kompliziert und undurchschaubar. Ich habe keine Antwort auf das Problem oder darauf, wie man die Situation lösen könnte. Ansonsten wäre ich Politiker geworden. Aber das bin ich nicht. Ich bin in Los Angeles mit Hippies aufgewachsen, ich glaube nicht an den Krieg.

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Zwei Szenen aus seinem  

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neusten Film: „Der Mann, der niemals lebte“ 

 

Sie gehören einer Generation von Schauspielern an, die sich politisch sehr engagiert. Warum?
Ich kann nur für mich sprechen, aber ich bin der Meinung, dass ich eine gewisse Verantwortung habe, auf politische Missstände aufmerksam zu machen. Vor zwölf Jahren habe ich das erste Mal per Zufall über die globale Erderwärmung gelesen und war erstaunt, dass ich vorher noch nie etwas davon gehört hatte. Ich habe darum einen Dokumentarfilm über dieses Thema gedreht, weil ich mehr Menschen auf die Problematik aufmerksam machen will.

Damit haben Sie sich nicht nur Freunde gemacht.
Das muss man meiner Meinung nach in Kauf nehmen. Mich hat eher gestört, dass die Medien nicht einfach nur über mein politisches Engagement als Schauspieler berichtet haben, sondern immer versucht haben, mein Privatleben in den Vordergrund zu stellen.

Fühlen Sie sich missverstanden?
Nein, das nicht. Ich wünschte mir einfach, die Leute könnten akzeptieren, dass es eine Seite von mir gibt, die nur mein privates Umfeld etwas angeht und über die ich nicht sprechen möchte. Ich versuche, die Welt der Paparazzi und der Journalisten zu verstehen. Immerhin bin ich seit 13 Jahren Teil dieser Welt. Aber manchmal verstehen sie mich nicht. Ich möchte nur ein bisschen Respekt, das ist alles.

Der Trailer zum Film:

Der Mann, der niemals lebte“ läuft ab dem 19. November 2008 in allen deutschen Kinos.
Mit: Leonardo DiCaprio, Russell Crowe, Mark Strong und Golshifteh Farahani
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: William Monahan (der auch schon das Drehbuch für „The Departed – Unter Feinden“ geschrieben hat)
Mehr Infos finden Sie unter www.DerMannDerNiemalsLebte.de.

Die filmQueen empfiehlt „Der Mann, der niemals lebte“ allen, die Leonardo DiCaprio schon im politischen Thriller „Blood Diamond“ oder „The Departed – Unter Feinden“ toll fanden. Wer auf Titanic-Schmuseromantik hofft, dem sei eher die Liebeskomödie „Zufällig verheiratet“ empfohlen. Link! Diskutieren Sie den Film anschließend mit anderen filmQueens im beQueen-Filmclub! http://www.bequeen.de/community/gruppen/kino-kino

Lesen Sie hier mehr über Leonardo DiCaprio und andere Hollywood-Stars mit deutschen Wurzeln und in unserem „Geburtstagskind der Woche“-Special .

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Profilbild von Sebbe2

am Wochenende in "Der Mann der niemals lebte" und bin begeistert. Ein richtig guter Film! Das Duo Crowe und DiCaprio spielt hervorragend. Die Story ist aktuell, kritisch und sehr spannend.

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