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Sex and the City meets Bollywood. Interview mit Irina von Bentheim
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Sex and the City meets Bollywood. Interview mit Irina von Bentheim

Die deutsche Synchronstimme von Carrie aus Sex an the City, Irina von Bentheim, hat die indische Bestsellerautorin Shobhaa Dé, "Glitzernächte", in London kennengelernt.

"Obwohl wir beide quasi ungeschminkt sind, fühle ich mich neben Shobhaa wie ein glänzender Käse!" (Irina von Bentheim) 

Wenn sie den Raum betritt, spürst Du ein Knistern in der Luft, so umwerfend schön ist sie. Shobhaa Dé nimmt’s gelassen: "Wenn ich in den Spiegel gucke, sehe ich eine ganz normale Frau, mit hellen Augen, großem Mund, krummer Nase und zu hohen Wangenknochen“. Modeln ist nur ein Sprungbrett für die ehrgeizige Inderin. Journalistin will sie werden! Für diesen Traum tut sie alles. Und gibt nicht auf, ehe sie ihr Ziel erreicht hat: Chefredakteurin der drei bedeutendsten Klatsch-Zeitungen Indiens, „Celebrity“, „Stardust“ und „Society“.

Hochzeit, zwei Kinder, Scheidung. Normal ist was anderes. Heute ist Dé Mutter von sechs Kindern und zum zweiten Mal verheiratet - mit einem Milliardär, was der Biografie ein Krönchen aufsetzt. Selbstbewusst, eigensinnig und erfolgreich – für indische Verhältnisse ist das alles andere als die Regel. Sie selbst ist stolz darauf, hat hart dafür gearbeitet, nichts geschenkt bekommen. So etwas geht nur, wenn der Beruf Berufung ist: Dé schreibt fast ununterbrochen, Kolumnen, Bücher. „Besser als Sex“ sagt sie über ihre Lieblingsbeschäftigung. Muss es sein: Mit fast 60 sieht Shobhaa Dé noch aus wie eine junge Frau.

"Schreiben ist besser als Sex!" (Shobhaa Dé) 

„Sie schockiert Indien wie keine andere“ schreibt die New York Times. Ähnlich wie Candace Bushnell, die mit „Sex and the City“ das Liebesleben der New Yorkerinnen aufwühlte. Erstaunlich, wie viele Parallelen es gibt zwischen den beiden Welten! In Bombay ist Shobhaa Dé eine Ikone. Sie hält sich nicht an Konventionen, pfeift auf Traditionen und überkommene Moralvorstellungen und liebt es, Tabuthemen anzufassen. Homosexualität etwa, und sie hat für das Fernsehen Heldinnen kreiert, mit denen sich auch einfache Frauen identifizieren können. So schafft sie breite Projektionsflächen.

115 Millionen Menschen sehen ihre Soap Operas täglich. Das gibt Dé und ihren Ideen, Gedanken und Moralvorstellungen eine immense Strahlkraft! Indien, in dem es immer noch eine schockierend hohe Sterblichkeitsrate bei Mädchen gibt, Frauen unterdrückt und missbraucht werden, bräuchte mehr Frauen wie sie. Denn Bollywood ist ein schönes Klischee – Dé ist Realität. "Mein Land ist so vielfältig wie seine Sprachen und seine Religionen", darauf besteht sie. Bisher ist sie eine der wenigen, die den Drahtseilakt schaffen "hundertprozentig traditionell indisch zu sein und trotzdem modern und global zu denken“.

Irina von Bentheim liest aus Glitzernächte, dem neusten Bestseller von Shobhaa Dé, der von einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte in Bollywood handelt. Lesen Sie hier die Hörprobe von beQueen!

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die frau scheint ja toll zu sein!

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